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Sonntag, 26. Februar 2012

Kleiner Ausflug nach Fulda

Fulda ist heute eine vor allem barocke Stadt mit mittelalterlichen Wurzeln. Vor allem diese Wurzeln hatten es mir angetan, immerhin las ich vorher schon genug (durch das Studium bedingt). Der Heilige Bonifatius zählt zu meinen engsten Freunden und seine Vita ist mir bekannt, Fulda suche ich daher auch ab und an auf - diesmal mit einer Cam und Begleitung.
Um unser Wissen aufzubessern nahmen wir an einer Stadtführung teil. Diese war enttäuschend und ich hatte das Gefühl Märchen erzählt zu bekommen in einem Ton, in dem man Dreijährigen etwas erzählt. Unter Umständen mag das vielleicht gut und angebracht sein, jedoch nicht bei einer Gruppe erwachsener Menschen, die zum Teil sehr genau wußten, was sie da sehen. Auf die mittelalterliche Geschichte der Stadt wurde fast gar nicht eingegangen - sehr schade, denn ab und an findet man noch Schätze aus dieser Zeit. Der Barock wurde sehr hervorgehoben.

Photo: Dom zu Fulda und Michaeliskirche. Copyright bleibt bei mir.

Abgesehn von der Führung ist die Stadt aber wirklich sehr schön, klein und heimelig. Außerdem muß man ja "Boni" besuchen, ein sehr netter Mann, der seinen Platz in der Krypta des Domes gefunden hat.
Auch das Dommuseum sollte man sich dann nicht entgehen lassen, sowie die Michaeliskirche (wirklich empfehlenswert!) und (im Sommer) den Klostergarten der Benedikitnerinnen, der soll wundervoll sein - für mich steht der Besuch wohl im nächsten Sommer an.

Mehr Photos meines Besuchs hier zu finden. :)

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Wunderbares Wilna - bebildert

Nun, da immerhin eine Dame Photos der Stadt wünschte, kann ich diesen sogar erfüllen.

Am Ende der Literatenstraße fand ich ein Haus, in welches Hunderte von Kännchen unterschiedlichster Formen und Farben eingemauert gewesen sind - zauberhaft!

Der Gediminasplatz [Statue ganz rechts] mit der Nikolauskirche und der Kasimirkapelle [Der Bau in der Mitte mit dem Kasimir-Anbau] und dem dazugehörigen Kirchturm [links], der auf eines der ehemaligen Wehrtürme der - nicht mehr vorhandenen - Stadtmauer aufgebaut wurde. Achja und ein wunderschöner Himmel - nach Tagen voller Regenwetter und dem dazugehörigen Grau-Weiß.



Die restaurierte Burg Trakei bei Vilnius - mit Museum im Inneren. Sie liegt auf gleich zwei Inseln und wird über eine kleine Holzbrücke über eine dritte erreicht. Natürlich wurde die Möglichkeit einer Bootsfahrt auf dem See genutzt.

Nochmals Trakei


Lesesaal der Bibliothek der - durch die Jesuiten gegründeten - Universität Vilnius, mit der wir eng zusammenarbeiteten.




Statue eines Arztes und des "bronzenen Mädchens mit den traurigen Augen" - Ein Denkmal im (?/ um) das ehemalige Ghetto Vilnius.

Eine Nebelkrähe im Park.




Eine Dame im Park - sie wirkte so wunderbar harmonisch und edel und wie für den Park geschaffen.

Ponar - Gedenkstätte den Opfern des Ghetto Vilnius am ehemaligen Massenerschießungsort über den ehemaligen Massengräbern, die zur Vertuschung in den letzten Zügen ausgehoben wurden und die Leichen dann verbrannt wurden.



Der Engel des Künstlerviertels Uzupis.

Nunja, die meisten Photos haben eher dokumentativen Charakter, manche sind aber doch ganz ansehnlich geworden.

Hier kann man sie sich (fast) alle ansehen, einige sind noch nicht hochgeladen und ein paar Schätze warten auf den großen Auftritt. Hierbei muß ich darauf bestehen, daß das Copyright bewahrt bleibt. Vielen Dank.

Liebe Grüße,

M.A.

Montag, 3. Oktober 2011

Bei Mama

Ein Besuch bei Mama ist in jedem Alter ein Gewinn.
Mama kocht und Mama macht - Mama ist wundervoll! Außerdem ist Mama Meister, wenn es ums Nähen geht - und andere Handarbeiten beherrscht sie auch. Allwissend, wenn es um Stoff, Garn und Co. geht.
Nunja, erst paßte Mama mir den neuen Mantel für den Winter an - rotkäppchenrot!
Dann begann Mama mit dem Schneidern eines Kleides - gepunktetes Rot, Baumwollstoff vom Stoffmarkt in Frankfurt am Main. Dasselbe bekomme ich auch in gepunktetem Grün und außerdem ist da noch Stoff für eine Tunika - alles im Werden.
Währenddessen durfte ich - mich wie ein Kind fühlend - in der Restekiste wühlen, alte Jeans zerschneiden. Daraus wurde, eine nach Augenmaß geschnittene, Tasche, bisher halbfertig. Nächstes Wochenende werde ich es wohl beenden können und habe ein neues Handtäschchen. Ach, ich liebe diese Besuche bei Mama. Auch nach Jahren, ein Zuhause.

Sonntag, 2. Oktober 2011

Wilna, eine Liebe auf den ersten Blick

Wo war ich nur so lange? Nunja, als brave und interessierte Studentin muß ich ab und an reisen und mir die Welt ansehen und begreifen. Diesen Sommer war es Vilnius, wenn ich schon über diese Stadt schreibe, sollte ich sie auch ein Mal gesehen haben. Eine barocke Stadt, umgeben von Hügeln mit zahllosen Kirchen und Schönheiten. Mit einem dunklen Fleck im Inneren - den ehemaligen Ghettos. Sie ist so östlich, so westlich, so gemischt.
Kein Wunder, daß diese Stadt mit ihrem besonderen Charme so oft literarische Erwähnung findet. Immerhin gehörte sie mal zu Polen, Rußland und zeitweise war sie auch deutsch. Den Anschluß an Europa merkt man dort ganz deutlich, die Menschen sind durchweg mehrsprachig - auch wenn sie Russisch eher ungerne sprechen. Die Mode ist westlich orientiert. Die Menschen sympathisch, liebenswert und immer hilfsbereit.

Am liebsten wäre ich noch länger geblieben und hätte sie alleine für mich erkunden mögen - mit einer Endlossuche nach dem philosophischen Ei. (Nunja, am vorletzten Tag fanden wir das Ei doch noch.)